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X R I S T O S A N E S T I

Das griechische Osterfest (Ágio Páscha) ist das bedeutsamste Fest der Orthodoxen Kirche (bei den Katholiken ist es die Geburt von Jesus = Weihnachten) und erinnert an die Auferstehung von Jesus Christus. Das Wort Páscha bedeutet Übergang und symbolisiert den Übergang der Menschheit in ein vollkommenes Leben. Mit dem Tod von Jesus Christus, der sich für die Menschheit geopfert hat, wurden unsere Sünden beglichen und verziehen. Die Bezeichnung Páscha stammt vom hebräischen Wort Pesach und erklärt den Übergang des Hebräischen Volkes aus deren 400-jährigen, ägyptischen Gefangenschaft in die Freiheit. Die Hebräer genießen diesen ganz besonderen Tag, indem sie ein ganzes Lamm verspeisen und gemeinsam zelebrieren. Die ersten Christen haben damals zusammen mit dem Hebräischen Volk das Osterfest gefeiert, bis 51 n. Chr. festgelegt wurde, dass das christliche Ostern nach dem Julianischen Kalender erfolgen soll.

Der Julianische Kalender

Das Gregorianische und das Julianische Jahr unterscheiden sich nicht allzu sehr voneinander. Das Julianische Jahr ist im Vergleich zum Sonnenjahr/Gregorianisches Jahr (365 Tage) länger und beträgt 11 Minuten und 14 Sekunden mehr. Die Orthodoxe Kirche verwendet den Julianischen Kalender, um Feiertage zu berechnen. Als im Jahre 1924 die griechische Kirche den Kalender um 13 Tage ausbesserte, wurde aus Rücksicht auf die restlichen orthodoxen Kirchen beschlossen, nur den Termin für das griechische Osterfest danach zu bestimmen. Aufgrund dieser fehlerhaften Ausgangslage, dass der Frühlingsanfang 13 Tage später festgelegt ist, kann das orthodoxe Osterfest vom katholischen Osterfest jedes Jahr bis zu fast fünf Wochen auseinanderliegen

Besonderheiten

In ganz Griechenland werden am Gründonnerstag ausschließlich rote Eier gefärbt, die das Blut von Jesus Christus symbolisieren. In Makedonien, einem Teil Griechenlands, hängen die Hausfrauen ein rotes Tuch auf, das ebenfalls das Blut und die Leiden Jesus darstellt.

 

Am Karfreitag läuten alle 5 Minuten die Kirchglocken, um die Trauer über den Tod Christus auszudrücken. Meistens regnet es an diesem Tag und die Stimmung der Menschen ist bedrückt. In Kreta (griechische Insel) wird an diesem Tag der Schüler Judas, der Jesus verraten hat, in Form eines Heuhaufens verbrannt.

Am Großen Samstag nach der Auferstehung begeben sich die Gläubigen nach Hause, um nach einer langen Fastenzeit die traditionelle Suppe (Majirítsa), das leckere Osterbrot (Tsuréki) und das griechische Ostergebäck (Kulurákia) zu genießen. Die rotgefärbten Eier und das dazugehörige Eier-Schlagen dürfen natürlich nicht fehlen.

 

Am Ostersonntag wird im engen Familienkreis Lamm gegrillt (sog. Ovelías), gesungen, getanzt und lange gefeiert. Eine Tradition, die uns das Hebräische Volk weitergegeben hat. Die Hebräer haben zum Osterfest immer Lamm gegessen, das sie aufgespießt (der Spieß wurde als Oveló bezeichnet) über der heißen Kohle grillten und gemeinsam verspeisten.

 

Das nächste Mal fällt Ostern auf den Selben Tag in den Jahren 2025 und 2028!

 

 

Quelle: Du bist Grieche

 

 

Erfahre mehr über das griechische Osterfest

in unserem zweiten Blogbeitrag: